Über dieses Quiz
Das Mittelalter wird oft mit Burgen und Rittern verbunden, doch es umfasst fast tausend Jahre, in denen sich Herrschaft, Kirche, Städte und Handel stark veränderten. Das Quiz zeigt beides: das Bild aus Filmen und das, was Historikerinnen und Historiker darüber wissen.
Die ersten Fragen widmen sich Begriffen aus dem Alltag, etwa zu Burg, Kloster und Ständegesellschaft. In den mittleren Stufen geht es um Herrscher, Kreuzzüge, Städte und die Hanse. Wer weiter vorankommt, begegnet Schlachten, Konzilen, Orden und Gelehrten, deren Namen nur wenige sofort einordnen können.
Hilfreich ist es, das Mittelalter in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter zu gliedern und zu jeder Phase ein paar feste Anker zu kennen. So lassen sich Herrscher und Ereignisse besser zeitlich einordnen. Beachte auch, dass viele Überlieferungen aus Klöstern stammen, denn dort wurde ein großer Teil der Schriften verfasst und aufbewahrt.
Woher wir das Mittelalter kennen
Der Begriff stammt von Gelehrten späterer Jahrhunderte, die die Zeit zwischen Antike und eigener Gegenwart als Mittelstück sahen. Die Menschen damals hielten sich nicht für mittelalterlich. Wissen über sie gewinnt man aus Urkunden, Chroniken, Bildern, Münzen und archäologischen Funden. Schriftquellen entstanden vor allem in Klöstern und an Herrscherhöfen, deshalb kommen Bauern und Handwerker darin selten selbst zu Wort.
Wer Quellen liest, sollte immer fragen, wer sie verfasst hat und wozu. Eine Chronik im Auftrag eines Königs erzählt anders als ein Brief eines Kaufmanns.
Typische Irrtümer
Gebildete Menschen des Mittelalters wussten, dass die Erde eine Kugel ist; die Vorstellung einer Scheibe ist ein späterer Mythos. Hexenverfolgungen erreichten ihren Höhepunkt nicht im Hochmittelalter, sondern vor allem in der Frühen Neuzeit. Vollständige Plattenrüstungen waren erst im Spätmittelalter üblich, frühere Ritter trugen Kettenhemden.
Auch das Bild des ungewaschenen Mittelalters stimmt so nicht: In vielen Städten gab es öffentliche Badestuben. Und Latein war zwar die Sprache von Kirche, Verwaltung und Wissenschaft, im Alltag sprachen die Menschen aber Volkssprachen, aus denen sich später Deutsch, Französisch oder Englisch entwickelten.
Orientierung und Einsatz
Als Gerüst taugt die Dreiteilung der Gesellschaft in jene, die beten, jene, die kämpfen, und jene, die arbeiten. Sie war ein Ideal der Zeit und bildete die Wirklichkeit nur grob ab, denn Städte brachten Kaufleute und Handwerker hervor, die in dieses Schema nicht recht passten. Wer das weiß, versteht, warum Stadtluft und Handel als Gegenpol zur Grundherrschaft gelten.
Im Geschichtsunterricht der Mittelstufe eignet sich das Quiz zur Wiederholung, am besten mit einer Karte daneben, auf der Reiche, Handelswege und Klöster eingezeichnet sind. Für Familien mit Kindern passt es vor oder nach einem Burgbesuch: Begriffe wie Bergfried, Zinnen oder Zugbrücke bekommen dort ein Gesicht. Wer Mittelaltermärkte besucht, sollte bedenken, dass sie das Mittelalter oft stark vereinfachen.
Häufige Fragen
Wann war das Mittelalter?
Meist rechnet man vom 5. bis ins 15. Jahrhundert. Als Ende gelten je nach Sichtweise die Entdeckung Amerikas 1492 oder die Reformation ab 1517.
Waren alle Menschen im Mittelalter Ritter oder Bauern?
Nein. Es gab auch Handwerker, Kaufleute, Geistliche und Gelehrte. Vor allem in den Städten entstanden Zünfte und neue Formen des Zusammenlebens.
Was ist der Unterschied zwischen Burg und Schloss?
Eine Burg diente in erster Linie der Verteidigung und der Herrschaftssicherung. Schlösser entstanden meist später und sind vor allem Wohn- und Repräsentationsbauten. Im Alltag werden die Begriffe aber oft vermischt.
Sprachen die Menschen im Mittelalter Latein?
Latein war Schrift- und Gelehrtensprache in Kirche, Recht und Wissenschaft. Gesprochen wurde im Alltag die jeweilige Volkssprache. Wer lesen und schreiben konnte, beherrschte meist beides.
Warum nennt man die Zeit Mittelalter?
Humanisten der Renaissance sahen sich als Erneuerer der Antike und bezeichneten die Zeit dazwischen als mittleres Zeitalter. Der Begriff war anfangs wertend gemeint, heute gilt er als neutrale Epochenbezeichnung.
Wie funktioniert das Quiz?
Du beantwortest Fragen in zehn Leveln. Jede richtige Antwort bringt dich ein Level weiter, mit jedem Level werden die Fragen schwerer.
Was bringen die Lager?
Lager 1 (Level 4) und Lager 2 (Level 7) sind deine Absicherung. Antwortest du nach einem Lager falsch, startest du wieder dort statt ganz von vorn.
Welche Joker gibt es?
Mit 50:50 werden zwei falsche Antworten ausgeblendet, mit Frage tauschen bekommst du eine neue Frage im gleichen Level. Jeder Joker gilt einmal pro Spiel.
Kostet das Spiel etwas?
Nein. Du brauchst weder Anmeldung noch Konto.